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PGR-Schwalbach an Weihbischof Löhr (20.9.2010)

Sehr geehrter Herr Weihbischof,
bei Ihrem Visitationsbesuch im Pastoralen Raum Schwalbach-Eschborn am 17.12.2009 haben Sie dem Pastoralausschuss mitgeteilt, dass das Bistum bis 2016 anstrebt, die derzeitigen Pastoralen Räume in Pfarreien umzuwandeln. Wir haben uns daraufhin im Pastoralausschuss und im PGR mit dieser Thematik bezogen auf unseren Pastoralen Raum und auf unsere Gemeinde befasst und haben unsere diesbezüglichen Überlegungen dem Bischof mit einem Schreiben vom 08.06.2010 mitgeteilt.

Der Persönliche und Theologische Referent des Bischofs hat uns mit Schreiben vom 10.06.2010 für diesen Brief ausdrücklich gedankt und hat uns versichert, dass unsere Anliegen in die Beratungen und Überlegungen des Herrn Bischof mit einfließen werden. Leider ist er auf unsere konkreten Anliegen überhaupt nicht eingegangen. Die Mitglieder unseres PGR waren von dieser sehr formalen Antwort enttäuscht.

Der PGR hat sich bei seiner letzten Sitzung nochmals mit dem Thema „Strukturänderung" befasst, insbesondere im Hinblick auf die inzwischen bekannt gewordenen offensichtlich weit fortgeschrittenen Überlegungen, die derzeitigen Pastoralen Räume Bad Soden und Eschborn-Schwalbach mit 8 Kirchorten zu einer einzigen Großpfarrei zusammenzuführen. Die in unserem Brief vom 08.06. geäußerten Bedenken werden dadurch weiter verstärkt. Wir wenden uns deshalb an Sie als den Dezernenten für die Pastoral, weil wir in unserer Gemeinde eine große Unruhe und Verunsicherung feststellen, die sich zu einem ernsten pastoralen Problem auswachsen kann. Es fehlt unseren Gemeindemitgliedern das Verständnis dafür, dass allen Gemeinden im Bistum die gleichen Strukturen übergestülpt werden sollen, obgleich ihre Situation (z. B. Größe, Lebendigkeit, Sozialstruktur) sehr unterschiedlich ist.
In unserer Gemeinde (wir verwenden diese Vokabel hier ganz bewusst) sind im Rahmen der Diskussion einige konkrete Fragen aufgetaucht, die wir Ihnen gerne übermitteln möchten und um deren Beantwortung wir bitten:

1. Dass sich das Bistum auf die sinkende Zahl von „leitungsfähigen" Priestern einstellen muss, erkennen wir an. An dieser Zahl (40 - 45) soll sich die Zahl der Großpfarreien orientieren. Aus unserer Sicht kann dieser Situation aber auch über die Anzahl von Pastoralen Räumen mit unabhängigen Pfarreien und einem Leitenden Priester Rechnung getragen werden. Dies hätte den Vorteil, dass die gewählten Gremien in der ihnen vertrauten Nähe weiter wirken können.
Worin sieht die Bistumsleitung den Vorteil der Großpfarreien gegenüber den Pastoralen Räumen mit unabhängigen Pfarreien?

Warum ist es nicht möglich, Diakone und Pastorale Mitarbeiter als „Leiter der Pfarrei" einzusetzen und einen „leitungsfähigen Priester" als Leiter des Pastoralen Raums?

2. Es ist offensichtlich geplant, die Pastoralteams an einem Ort zu konzentrieren und als Bezugspersonen für die einzelnen „Kirchorte" Ehrenamtliche zu gewinnen.

Worin sieht die Bistumsleitung den Vorteil der Konzentration der Pastoralen Mitarbeiter an einem Ort, der den Wegfall der hauptamtlichen Bezugsperson vor Ort kompensieren könnte?
In welchen Räumlichkeiten sollen die an einem Ort konzentrierten Pastoralen Mitarbeiter und die Pfarrbüros untergebracht werden? Müssen wir befürchten, dass bisher für die Gemeindearbeit genutzte Räume umgewidmet werden?

Wie stellt sich die Bistumsleitung die Rekrutierung von ehrenamtlichen Bezugspersonen vor? Welche Qualifikation müssen und welche Rechte werden diese haben?

3. Die Gemeindesekretariate sollen ebenfalls an einem Ort zusammengeführt werden (mit wenigen Stunden Öffnungszeit an den „Filial-Kirchorten". Sicher ist Ihnen bekannt, dass für die Menschen vor Ort das Pfarrbüro der erste Anlaufpunkt bei allen Fragen und Anliegen ist. Dieser Anlaufpunkt wird insbesondere von den weniger mobilen Gemeindemitgliedern genutzt. Das Pfarrbüro stellt „Nähe" her, insbesondere dann, wenn der Pfarrer (oder ein anderer Seelsorger) nicht mehr vor Ort sein kann.

Welchen Vorteil verspricht sich die Bistumsleitung von der Konzentration der Pfarrbüros, der die aus der täglichen Erfahrung abgeleiteten Nachteile überkompensieren würde?

4. Die Großpfarrei müsste gemäß dem „Gesetz über die Verwaltung und Vertretung des Kirchenvermögens im Bistum Limburg" als rechtliche Einheit durch einen Verwaltungsrat vertreten werden. Insbesondere im Hinblick auf das Schreiben des Finanzdirektors vom 24.03.2010 zu Bankkonten und Barkassen der Kirchengemeinden, in dem er die Verantwortlichkeiten und Kontrollpflichten der Verwaltungsräte bekräftigt, können wir uns nicht vorstellen, wie ehrenamtliche Verwaltungsräte geworben werden sollen, deren Verantwortungsbereich in unserem Falle die Kommunen Eschborn, Schwalbach, Sulzbach und Bad Soden umfasst. Die für die Entscheidung notwendige Kenntnis der Gegebenheiten ist in der Regel nur für den eigenen Ort gegeben, für alle anderen Orte muss diese erste erarbeitet werden. Der Arbeitseinsatz hierfür ist für eine im Berufsleben stehende Person aus unserer Sicht nicht zu leisten.

Wie stellt sich die Bistumsleitung die Struktur der Verwaltungsräte in den neuen Großpfarreien vor? Wie glaubt die Bistumsleitung unter den veränderten Bedingungen geeignete Kandidaten für den VRK gewinnen zu können?

5. In vielen Verlautbarungen nicht nur unseres Bistums wird immer wieder darauf hingewiesen, dass in der Kirche der Zukunft mehr ehrenamtliche Engagement nötig sein wird. Viele unserer Gemeindemitglieder sind seit langer Zeit gern ehrenamtlich in Ihrer Kirche tätig, sie fühlen sich aber in letzter Zeit durch die vielen von oben herab getroffenen Entscheidungen nicht als aktive Mitarbeiter am Aufbau der Kirche und des Reiches Gottes ernst genommen.

Was gedenkt die Bistumsleitung zu unternehmen, um ehrenamtliches Engagement zu fördern und anzuerkennen?

Unsere Fragen sind von der ernsten Sorge getragen, dass die zurzeit geplanten flächendeckenden Änderungen der Kirchenstruktur bei uns zu Enttäuschung, Passivität und vielleicht sogar Rückzug aus der Kirche führen werden. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass der Pastorale Raum mit unabhängigen Pfarreien bei uns die eindeutig bessere Alternative der Zusammenführung von Gemeinden unter der Leitung eines Pfarrers ist und bitten Sie nochmals unsere Bedenken bei Ihren Strukturentscheidungen zu berücksichtigen.
Wir sehen der Beantwortung unserer Fragen mit Spannung entgegen.

Mit besten Grüßen
Michael Molter
(PGR-Vorsitzender)

Artikel verfasst: 20.09.2010, 21:13 Uhr

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