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Ethik des Lebens – mit oder ohne Wenn und Aber

Am ersten Abend, dem 17. Oktober im Pfarrsaal St. Pankratius, stellte Frau Dr. Suharjanto vom Haus am Dom in Frankfurt die katholische Sicht der Ethik des Lebens dar. Ausgehend von Thomas von Aquin (1225-1274), dessen Theologie des Menschen, der nach der von Gott geschaffenen Natur lebt, bis heute die Grundlage dazu bildet, erörterte sie drei Problembereiche: die natürliche Familienplanung, die Schwangerschaftsberatung und das Altern mit einem abschließenden kurzen Ausblick auf die moderne Gentechnik. Dabei wurde deutlich, dass bei allen Unterschieden der Praxis der Gläubigen und der Lehren der Kirche letztere auf eindeutigen Prinzipien besteht: der engen Verbindung von Fortpflanzung und Sexualität, damit verbunden der Ablehnung jeglicher moderner Verhütungspraktiken und Schwangerschaftsunterbrechungen.

Am zweiten Abend im Gemeindesaal der Evangelischen Limesgemeinde führte der Rabbiner Dr. Jehoshua Ahrens aus Darmstadt in die Grundlagen der jüdischen Lehre vom Menschen als Gottes Ebenbild und Krone der Schöpfung mit einer positiven Einstellung zur Sexualität und zur Medizin ein. Danach bewegte sich die weitere Diskussion zwischen der jüdischen und der katholischen Position, die dieses Mal von der Vorsitzenden des Gesprächskreises „Juden und Christen“ im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken Dagmar Mensink vertreten wurde in verschiedenen Bereichen dieser großen Thematik: Beginn des Lebens, Abtreibung, Empfängnisverhütung, Stammzellenforschung Homosexualität und Beschneidung, Gewalt in der Ehe, Organspende und Tötung auf Verlangen. Die erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer beteiligten sich eifrig mit klärenden Nachfragen an dieser Diskussion, die immer wieder überraschende Einsichten in die unterschiedlichen Positionen der beiden Religionen erbrachte.

Es wurde klar, dass sich die jüdische Auffassung immer wieder den Fragen der Zeit gestellt hat und stellt und dass man dabei, wie Rabbiner Ahrens sagte, zwar eine klare Grundposition hat aber immer auch ein „Aber“ für Anpassungen an Ausnahmeerscheinungen offen lässt. Das lässt die katholische viel dogmatischere Auffassung so nicht gelten. Doch der Dialog zwischen den Religionen, von allen sehr begrüßt, erbrachte auch Gemeinsames, so bei den Grundlagen einer einfühlsamen Palliativmedizin, und regte sehr zum weiteren eigenen Nachdenken an. Letztlich jedoch muss jeder und jede selber mit dem eigenen Gewissen entscheiden. Und dabei bleibt die Hoffnung, dass dieser Dialog und die Auseinandersetzung mit anderen Positionen auch bei der katholischen Kirche zur Aufweichung mancher starrer historischer Traditionen oder traditioneller Praktiken beiträgen.

Was die Thematik eines Alterns in Würde anbelangt, erwähnte Frau Suharjanto zwei herausragende Beiträge von Medard Kehl von der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen und Kardinal Lehmann von Mainz, die man bei Interesse über E-Mail anfordern kann (rwkueper@t-online.de).

Wolfgang Küper

Artikel verfasst: 31.10.2019, 14:53 Uhr

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