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Jüdische Motive im Städel

Im ältesten Wandelaltar nördlich der Alpen, dem Altenberger Altar von c. 1330, erscheint Joseph einerseits zurecht als Jude (mit Stock und Juden Hut), aber zugleich als alter Mann, der eigentlich mit dem Geschehen der Geburt Christi nichts zu tun hat. Im Dominikaneraltar von 1501 steht Jesus immer im Zentrum, der alles über sich ergehen lässt, als der Gute und die Juden drum herum mit ihren unsympathischen Zügen als die Bösen, denen man die Schuld am Tode Jesu zuschrieb. Daran schloss sich die Betrachtung von zwei Bildern des 20. Jahrhunderts von Max Liebermann, „Samson und Delila“ (1902) und Max Beckmann „Synagoge in Frankfurt“ (1919) an. Liebermann als jüdischer Künstler malt eine biblische Geschichte der Besiegung des jüdischen Helden durch eine Frau als ein allgemeines menschliches, zeitlos überkonfessionelles Ereignis des Sieges einer Frau über den Mann. Und schließlich stellt Beckmann mit einer rätselhaften Verbindung von christlichen und jüdischen Motiven die Unsicherheit nach den Schrecken des 1. Weltkrieges dar, im Übrigen gerade heute wieder von bedrückender Aktualität.

Abschließend führte der Referent noch zu einem verwirrenden Bild von Emil Nolde „Christus in der Unterwelt“, in dem der Künstler „Jesus seinem Volke zurückgeben“ möchte, aber doch die jüdischen Gestalten betont hässlich gemalt hat. Wohl auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass er sich schließlich den Nazis doch sehr stark angebiedert hat.

Der Referent schöpfte aus einer übergroßen Fülle von Wissen über die Schätze des Museums und verstand es, seine doch relativ zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer mit der intensiven Betrachtung von nur vier oder fünf Kunstwerken zu fesseln. Er zeigte, wie anregend es sein kann, sich in der Fülle der Meisterwerke in einem Museum wie dem Städel auf einen Aspekt zu konzentrieren. Dabei ist aber nicht der einzelne Fall wichtig, sondern die Vielfalt der Darstellungen und ihre unterschiedlichen Aussagen. Hüten wir uns vor einseitigen Vorurteilen oder Schuldzuweisungen!

Wolfgang Küper

Artikel verfasst: 31.05.2019, 09:00 Uhr

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