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Main-Taunus-Ost: Zum neuen Pastoralen Raum

Der Pastorale Raum besteht aus den vier Pfarreien

  • St. Marien und St. Katharina, Bad Soden-Sulzbach
  • Katholische Pfarrgemeinde Schwalbach
  • Christ-König, Eschborn
  • St. Nikolaus, Niederhöchstadt.

Insgesamt gibt es in diesen vier Pfarreien 7 Gemeinden (mit Kirchen), die vor Ort jeweils ein eigenes Gemeindeleben gestalten. (Der künstliche Begriff „Kirchort“ sollte vermieden werden!)

  • Bad Soden, St. Katharina
  • Neuenhain, Maria Hilf
  • Altenhain, Maria Geburt
  • Sulzbach, Maria Rosenkranzkönigin
  • Schwalbach, St. Pankratius und St. Martin
  • Eschborn, Christ-König
  • Niederhöchstadt, St. Nikolaus.

Der Pastorale Raum wird am 1. Juli 2017 vom Bischof von Limburg nach vorheriger Erörterung in den Pfarreien, im Bezirk und im Bistum gegründet. Konkreter Anlass zur Gründung ist der Eintritt des Bad Sodener Pfarrers in den Ruhestand und die Übertragung der Pfarrei an den Nachbarpfarrer von Schwalbach, Eschborn und Niederhöchstadt in Personalunion zum 1. Juli 2017.

Der Pastorale Raum gestaltet sich nach den strukturellen Gegebenheiten der vier Pfarreien einerseits und der 7 Gemeinden andererseits. Entsprechend des Subsidiaritätsprinzips findet das kirchliche Leben sowohl in den einzelnen Gemeinden, als auch auf der Ebene der Pfarreien und im gesamten Pastoralen Raum statt. Zur planvollen Gestaltung des kirchlichen Lebens gibt es dazu zusammen mit dem Pfarrer und seinen Pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den gemeinsamen Pastoralausschuss und die vier Pfarrgemeinderäte, sowie auch die vier Ortsausschüsse in der Bad Soden-Sulzbacher Pfarrei. Alle diese Gremien sind berufen, das Miteinander zu klären und bei der Einübung zu helfen.

Nicht unbeachtet wird die eigentlich irreguläre Situation bleiben, dass die vier Pfarreien von nur einem gemeinsamen Pfarrer (und seinem Pastoralteam) geleitet werden. Besser wäre es, wenn jede Pfarrei ihren eigenen Pfarrer hätte, der ungeteilt am Gemeindeleben teilhaben könnte. Der Priestermangel in der Katholischen Kirche lässt dies allerdings nicht mehr zu. Zwar ist einerseits auch künftig von der Kirchenleitung die Zulassung auch nicht zölibatär lebender Männern und Frauen zum Priesteramt zu fordern. Andererseits aber erlaubt die faktische Situation heutzutage keine andere Lösung als die Personalunion eines Pfarrers für mehrere Pfarreien. Wir sind gehalten, damit sinnvoll umzugehen und das Beste daraus zu machen.

Die Gestaltung des kirchlichen Lebens in den Gemeinden bzw. in den Pfarreien darf, kann und soll durchaus unterschiedlich sein. Das hängt von den gewachsenen Eigenheiten, Traditionen und Möglichkeiten genauso ab, wie von den äußeren Rahmenbedingungen unseres Bistums. Ersichtlich ist dies zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit, die eine große Vielfalt in den Gemeinden aufweist. Neben der gemeinsamen Kirche für Familien (Familienpastoral) in den Schwalbach-Eschborner Gemeinden gibt es in Eschborn einen starken Pfadfinderstamm der DPSG. In Niederhöchstadt organisieren Jugendliche und Erwachsene zusammen mit dem Förderverein Aktionen und Maßnahmen. In Schwalbach ist dafür die Pfarrjugendleitung und einzelne Erwachsene zuständig. Und in Bad Soden-Sulzbach geschieht ein großes Maß der Kinder- und Jugendarbeit über die Kirchenmusik. Daneben gibt es überall natürlich auch Ministranten, z.T. Miniclubs, die Kindertagesstätten und den schulischen Religionsunterricht und noch einiges mehr. Ähnlich der Kinder- und Jugendarbeit ist die Vielfalt auch im Erwachsenen- und Seniorenbereich, beim caritativen Engagement und in den Eigenarten vieler Feste und Feiern. Alles trägt zu einem guten Miteinander bei und soll auch künftig gepflegt werden.

Einer gemeindeübergreifenden gemeinsamen Planung und z.T. auch Durchführung bedürfen die Sakramentenkatechesen, die Gottesdienstordnung und auch Teile der Öffentlichkeitsarbeit. Das ist unter anderem bedingt durch die Zuständigkeiten und die Möglichkeiten der hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen und die Kapazitäten der Pfarrbüros. Von diesen muss am ehesten erwartet werden, dass sie einerseits gemeindenah sind und gleichfalls andererseits auch gemeinde- und pfarreiübergreifend tätig werden. In den Pfarrbüros ist auf jeden Fall immer eine Sekretärin vor Ort und auch von den Pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist jemand als Ansprechperson da.

Ein Sonderfall stellt die Finanz- und Vermögensverwaltung dar. Wenn der Pfarrer, wie es in unserem Bistum die Regel ist, Mitglied und Vorsitzender in allen vier Verwaltungsräten wäre, würde dadurch ein Großteil seiner Kapazitäten gebunden zu Lasten der Pastoral. Daher verzichtet der Pfarrer nach Möglichkeit auf seine Mitgliedschaft in den Verwaltungsräten. Hier hat sich auch in der Vergangenheit schon gezeigt, dass Ehrenamtliche in voller Verantwortung und mit gutem Geschick die entsprechenden Geschäfte zum Wohl der Pfarreien führen – im Übrigen auch in engem informellem Kontakt mit dem Pfarrer, der nicht in allen wichtigen Dingen die Leitung innehaben muss.

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für die Gemeinschaft im neuen Pastoralen Raum. Gegenseitiges Vorstellen und Kennenlernen der jeweils anderen und ihrer Gewohnheiten muss am Anfang stehen. Information ist wichtig. Dazu können neben persönlichen Kontakten auch unsere Publikationen gute Dienste leisten. Ein gemeinsamer regelmäßiger Pfarrbrief (Pfarrblatt) mit einem allgemeinen Teil für alle und einem Eigenteil für die jeweiligen Pfarreien erscheint sinnvoll. Der zwei oder dreimal im Jahr erscheinende Gemeindebrief an alle Haushalte kann ebenfalls zur allgemeinen Verbreitung von Informationen genutzt werden. Und nicht zu vergessen sind unsere Internetauftritte, die besonders für neu Hinzukommende oft die erste Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und zur Information darstellen.

Manches wird in den kommenden Monaten und vielleicht auch länger zunächst zwischen Schwalbach-Eschborn einerseits und Bad Soden-Sulzbach andererseits nebeneinander her laufen. Es muss nicht alles harmonisiert oder angeglichen werden. Wir werden sehen, dass es einige unumgängliche und auch sinnvolle Veränderungen gleich zu Beginn gibt, anderes aber in Ruhe miteinander überlegt und geplant werden kann.

In einiger Zukunft wird aus unserem jetzigen Pastoralen Raum eine Pfarrei neuen Typs werden. Das hat der Bischof bereits festgelegt. Ich glaube allerdings, dass uns das nicht zu schrecken braucht. Dann werden wir eine einzige Pfarrei mit 7 (Orts-)Gemeinden sein, die vieles an Mit- und Nebeneinander schon eingeübt hat und kennt. Ob das erst im Jahr 2023 zum letztmöglichen Zeitpunkt sein wird oder schon vorher, werden wir gemeinsam aufgrund unserer jeweils gemachten Erfahrungen entscheiden. Ich wünsche uns, dass es gute Erfahrungen sein werden.

Pfr. Alexander Brückmann

Artikel verfasst: 02.07.2017, 13:42 Uhr

 

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