Frühling, wo bist du? Frühling, wo hast du dich versteckt?
Der Schnee deckte alle grauen und schwarzen Flächen zu und verwandelte unsere Landschaft in eine glitzernde, geheimnisvolle, leise und doch gefährliche Welt.
So manchen unnötigen Ballast deckt der Schnee zu und befreit uns von traurigen Gedanken. Nach der Schneeschmelze zeigt sich die Natur noch mal kurz in grau und schwarz. Aber dann dringen mit vereinten Kräften die Knospen hervor. Die ersten Schneeglöckchen strecken ihre Köpfe heraus. Die Tage werden wieder länger.
Genau diese Bilder haben die Erzieherinnen des Kindergartens St. Martin den Kindern durch rhythmisch, musikalische und pantomimische Darstellung deutlich nahe gebracht. Fasching war vorbei. Die Verkleidungsutensilien wurden abgelegt, in einem Korb, der hinter den Erzieherinnen stand. Die normal gekleideten Menschen entledigten sich ihrer Alltagskleidung. Was blieb, waren die Erzieherinnen in schwarzer Kleidung mit traurigem Blick und verlangsamter Bewegung, die mit gesenktem Kopf auf einem Stuhl saßen. Dies symbolisierte in sich gekehrte Menschen, die sich auf sich und das Wesentliche besinnen. Langsam begannen die Köpfe sich zu heben - die Knospen springen auf und blühen - bunte Chiffontücher verschönerten die schwarzen Menschen. Die Farbenpracht der Tücher bricht die Dunkelheit auf und die Erzieherinnen erwachen zum bunten sinnvollen Leben. Leise instrumentale Musik unterstütze die Stimmung des pantomimischen Spieles eindrucksvoll. Die Kinder betrachteten die menschliche Metamorphose mit großen Augen.
Jetzt wissen sie wie der Frühling zu uns kommt und in unsere Herzen.
Artikel verfasst: 06.03.2010, 10:02 Uhr
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